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RoHS - Restriction of Hazardous Substances

In den Medien tauchen in letzter Zeit immer wieder die Abkürzungen ElektroG, WEEE und RoHS auf. Die Bedeutung der Richtlinie RoHS möchte ich hier kurz umreissen:

Inhalte der Richtlinie

Diese EU-Richtlinie legt Stoffverbote fest. Die dort festgelegten Stoffe dürfen nicht mehr zur Herstellung oder Verarbeitung von Elektro- und Elektronikgeräten verwendet werden. Ausnahmen sind nur medizinische Geräte, Autoelektronik, Überwachungs- und Kontrollinstrumente sowie Ersatzteile für Geräte die vor dem Inkrafttreten der Richtlinie (bzw. deren nationaler Umsetzung) in Verkehr gebracht wurden. Auch militärische Geräte sind von dem Verwendungsverbot ausdrücklich ausgenommen. Die EU-Richtlinie selbst ist nicht bindend, daher muss sie von den EU-Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. In Deutschland ist dies mit dem Inkrafttreten des ElektroG geschehen.

Betroffene Stoffe

Die vom Verwendungsverbot betroffenen Stoffe sind zur Zeit (Juli 2006): Blei, Arsen, Quecksilber, Cadmium und sechswertiges Chrom (Cr-VI) die als Bestandteile von Bauteilen oder zur Herstellung der Bauteile oder zum Verbinden der Bauteile genutzt wurden, außerdem Polybromierte Diphenylether und Polybromierte Biphenyle die als Flammhemmer in Leiterplatten oder Kunststoffen verwendung fanden. Diese Stoffliste ist nicht abschließend sondern soll in naher Zukunft erweitert werden. "Heiße Kandidaten" für die nächste Aufnahmerunde sind unter anderem PVC und Phosphorverbindungen.

Bedeutung für den Hersteller/Verkäufer

Es mussten Ersatzstoffe und Ersatzverfahren gefunden werden, um die verbotenen Stoffe zu ersetzen. Als Beispiel hierfür sei der Fall der "bleifreien Lötung" von elektronischen Schaltkreisen genannt. Um die bleihaltigen Lote zu ersetzen, können silberhaltige Lote eingesetzt werden. Dies ist aber nicht unproblematisch, da Silberlote mit höherer Temperatur (ca. 230°C statt 190°C) verarbeitet werden müssen. Diese höhere Prozesstemperatur kann sich schädlich auf die elektronischen Bauteile bzw. auf deren Lebensdauer auswirken, weshalb die Ersatzstoffe und Prozessparameter genau ausgesucht werden müssen. Auch sehen die Lötverbindungen, die mit Silberloten hergestellt wurde, ein wenig "matter" aus als die Lötungen mit Bleiloten, was die Qualitätsbeurteilung der Lötstellen erschwert.

Weitere Informationen hierzu finden Sie z.B. unter Wikipedia: RoHS.