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Warum Virenscanner keinen absoluten Schutz bieten.

Immer wieder kommt die Frage auf "Wie kann ich meinen Rechner infiiziert haben? Ich habe doch einen Virenscanner!". Was viele nicht wissen: Virenscanner bieten keinen absoluten Schutz, und das liegt an der Arbeitsweise dieser Programme:

Angenommen ein "böser Bube" entwickelt einen neuen Virus (oder Trojaner) und bringt ihn in Umlauf. Dieses Schadprogramm muss sich erst einmal verbreiten: Entweder es springt durch Sicherheitslücken "alleine" von Rechner zu Rechner, oder es verbreitet sich über das Einnisten in Download-Seiten, oder durch E-Mail-Versand oder auf anderem Weg.

Jetzt muss das Schadprogramm jemandem auffallen (Der Rechner ist plötzlich langsam, zeigt seltsame Werbung, und der Lüfter läuft dauernd obwohl nicht daran gearbeitet wird). Dann muss die verdächtige Datei gefunden werden und an den Hersteller des Virenscanners gesendet werden.

Der Hersteller muss jetzt die verdächtige Datei analysieren und eine Erkennungsroutine anfertigen. Diese muss den Virus sicher erkennen, darf aber nichts anderes "versehentlich" löschen (es gab schon mehrere Fälle, in denen Virenscanner über das Ziel hinausgeschossen sind und wichtige Windows-Systemdateien für einen Virus gehalten haben!).

Nachdem der Virus jetzt sicher erkannt wird, muss diese Erkennungsroutine ("Such-Pattern" oder "Virensignatur" genannt) an die Anwender des Virenscanners verteilt werden.

Und erst ab diesem Zeitpunkt ist der Anwender gegen den Virus geschützt. Diese "Inkubationszeit" beträgt erfahrungsgemäß zwischen 1 Tag und mehreren Wochen, abhängig davon wie schnell sich die Schadsoftware verbreitet und wie auffällig sie vorgeht.

Die nächste Frage, die sich dann meist auftut ist "Und wie habe ich meinen Rechner infiziert?". Meist passiert dies entweder durch das Öffnen eines E-Mail-Anhangs oder als "Drive-By-Download": Alleine das Surfen auf einer infizierten Seite genügt, wenn die verwendeten Programme (Browser, Flash-Plugin, Java-Plugin,...) eine Sicherheitslücke aufweisen. Durch diese Sicherheitslücke kann sich dann die Schadsoftware im Rechner einnisten.

Manchmal ist es aber auch so, dass man beim Download eines Programmes (z.B: Google Chrome als Browser oder "Emoticons"/Smileys für E-Mails) dieses nicht von der Herstellerseite herunterlädt, sondern von eines anderen Seite, die man z.B. nach Eingabe von "Download chrome" in der Suchmaschine präsentiert bekommt. In diesem Download ist dann nicht nur das gesuchte Programm enthalten, sondern auch noch "Zusatzprogramme": Toolbars, Werbenetzwerke, PC-Optimierer etc.pp. Dies sind in jedem mir bekannten Fall Programme die sich durch nervende, störende, blinkende Werbebanner auszeichnen: "345 Fehler entdeckt. Bereinigen? Kaufen Sie die Vollversion!". Diese Optimierungsprogramme, Toolbars und anderen "Zusatzanwendungen" sind von extrem zweifelhaftem nutzen. Da man aber während der Installation des eigentlichen Programms diese Zusätze nicht wegklickt/abhakt, hat man diese ja "genau genommen willentlich" installiert. Aus diesem Grund darf dies dann nicht als "Virus" oder "Tojaner" erkannt werden und ein Virenscanner schützt nicht vor diesen nervenden Zusatzprogrammen ("Nagware" oder "Adware" gennant).

Fazit: Virenscanner bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Programme sollte man immer vom Hersteller direkt oder von vertrauenswürdigen Seiten herunterladen. aus diesem Grund habe ich die "Download"-Rubrik bereitgestellt, in der Sie sicher und direkt vom Hersteller die Programme herunterladen können.