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Windows XP am Ende!

Am 08. April stellt Microsoft die letzten Sicherheitsupdates für Windows XP zur Verfügung. Danach werden neu entdeckte Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen.

Warum wird Ihr XP-Rechner zu einer potenziellen Gefahr?

Die Schadsoftware-Autoren warten mit der Ausnutzung der Lücken gerade jetzt noch ein wenig, da diese (wenn Sie noch nicht an Microsoft gemeldet sind) auch nicht mehr behoben werden. Es ist also damit zu rechnen, dass Mitte/Ende April eine wahre Flut an neuen Schädlingen aktiv wird.

Was wollen die Autoren der Schadsoftware erreichen?

Jede Software (vor allem mit einem Umfang wie ein ganzes Betriebssystem!) hat Fehler und Lücken. Diese werden (schon immer) nach und nach entdeckt und dann meistbietend verkauft. Profitieren hiervon können die Autoren und Schreiber von "Malware": Trojaner und Viren. Diese können über die gefundenen Lücken Ihren schädlichen Unrat auf Ihrem Rechner abladen. Im Gegensatz zu "früher" sind die Schreiber der Schadsoftware nicht darauf aus, den Rechner zu Löschen oder Ihre Daten unbrauchbar zu machen. Mit Ihrem Rechner können die Geld verdienen! Wenn Ihr Rechner erst mal infiziert ist, bekommt er Befehle von einem "Command and Control Server": Ein Rechner der Befehle im Auftrag des Autors absendet. Zum Beispiel: "Sende 10.000 Spam Mails an diese Adressliste". Ihr Rechner wird ein klein wenig langsamer, aber läuft weiter. Wenn der Autor der Schadsoftware nicht nur Ihren sondern hundert oder tausend Rechner unter Kontrolle hat kann er "Werbedienste" anbieten: Millionenfacher Versand von Werbe-E-Mails für ein paar Euro.

Was tun, wenn Sie noch Windows XP einsetzen?

Mein dringender Rat: Wechseln Sie das Betriebssystem! Entweder auf Windows 7 (das es nur noch als Restbestände oder Gebrauchtsoftware gibt) oder auf Windows 8.1. Wenn Sie sowieso wechselwillig sind, warum dann nicht Linux eine Chance geben? Ich unterstütze Sie auch gerne beim Umstieg auf Linux! Mit Linux kann man hervorragend arbeiten, gerade auf schwächeren Rechnern die für XP noch gut genug waren, aber für Windows 8.1 nicht mehr potent genug sind. Und man kann Linux und Windows auch bequem "zum Ausprobieren" parallel installieren.

Oder Sie nehmen den XP-Rechner vom Netz und arbeiten ohne Internetverbindung (und somit auch ohne Google, Wikipedia, E-Mail, Facebook und so weiter) rein als lokaler Rechner.